Informationen zu Masern

Neue Empfehlungen und Gesetze

Wir imp­fen, füh­ren Anti­kör­per-Tes­tun­gen durch und stel­len die not­wen­di­gen Beschei­ni­gun­gen aus. Imp­fen ist nicht kos­ten­pflich­tig und wird von Ihrer Kran­ken­kas­se über­nom­men. Blut­un­ter­su­chun­gen und Beschei­ni­gun­gen sind jedoch kostenpflichtig:

  • Ein­fa­che Beschei­ni­gung: 8,16 EURO
  • Bei zusätz­li­cher Bera­tung und Blut­ent­nah­me: 46,46 €

Gut auf­ge­ar­bei­te­te Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf masernschutz.de

Zusammenfassung des Ratgebers des Robert-Koch-Institutes

Wer sollte sich impfen lassen?

„….eine ein­ma­li­ge MMR (Mumps, Masern, Röteln)-Standardimpfung für Erwach­se­ne soll­te bei allen nach 1970 gebo­re­nen unge­impf­ten bzw. in der Kind­heit nur ein­mal geimpf­ten Per­so­nen ≥18 Jah­re oder nach 1970 gebo­re­nen Per­so­nen ≥18 Jah­re mit unkla­rem Impfstaus nach­ge­holt werden.

Fer­ner ist nach STI­KO-Emp­feh­lung seit Janu­ar 2020 die zwei­ma­li­ge Imp­fung im Abstand von mind. 4 Wochen für nach 1970 gebo­re­ne Per­so­nen (ein­schließ­lich Aus­zu­bil­den­de, Praktikant:innen, Stu­die­ren­de und ehren­amt­lich Täti­ge) in fol­gen­den beruf­li­chen Tätig­keits­be­rei­chen angezeigt:

  • Medi­zi­ni­sche Einrichtungen
  • Tätig­kei­ten mit Kon­takt zu poten­zi­ell infek­tiö­sem Material
  • Ein­rich­tun­gen der Pflege
  • Gemein­schafts­ein­rich­tun­gen
  • Ein­rich­tun­gen zur gemein­schaft­li­chen Unter­brin­gung von Asyl­be­wer­bern, Aus­rei­se­pflich­ti­gen, Flücht­lin­gen und Spätaussiedlern
  • Fach‑, Berufs- und Hochschulen

Die Gesund­heits­äm­ter und Gemein­schafts­ein­rich­tun­gen (nach §33 IfSG) sol­len die betreu­ten Per­so­nen oder deren Sor­ge­be­rech­tig­ten gemein­sam über die Bedeu­tung eines voll­stän­di­gen, alters­ge­mä­ßen, nach den Emp­feh­lun­gen der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on aus­rei­chen­den Impf­schut­zes und über die Prä­ven­ti­on über­trag­ba­rer Krank­hei­ten auf­klä­ren (§34 Abs. 10 IfSG).

Nachweispflicht von Impfungen gegen Masern

Mit Inkraft­tre­ten des Geset­zes für den Schutz vor Masern und zur Stär­kung der Impf­prä­ven­ti­on („Masern­schutz­ge­setz“) gilt seit dem 01.03.2020 die Nach­weis­pflicht eines aus­rei­chen­den Masern­schut­zes für nach dem 31.12.1970 gebo­re­ne Per­so­nen, die min­des­tens ein Jahr alt sind und […] in einer Gemein­schafts­ein­rich­tung nach § 33 Num­mer 1 bis 3 IfSG (Infek­ti­ons­schutz­ge­setz) betreut wer­den; zu die­sen Ein­rich­tun­gen zählen:

  • Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Horte
  • bestimm­te For­men der Kindertagespflege
  • Schu­len und sons­ti­ge Aus­bil­dungs­ein­rich­tun­gen, in denen über­wie­gend min­der­jäh­ri­ge Per­so­nen betreut werden
  • die bereits vier Wochen in einem betreut werden
  • in einer Gemein­schafts­un­ter­kunft für Asyl­be­wer­ber und Flücht­lin­ge oder Spät­aus­sied­ler unter­ge­bracht sind
  • die in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen wie Kran­ken­häu­ser und Arztpraxen
  • in Gemein­schafts­ein­rich­tun­gen oder Gemein­schafts­un­ter­künf­ten (sie­he oben) tätig sind.

Per­so­nen, die auf­grund einer medi­zi­ni­schen Kon­tra­in­di­ka­ti­on nicht geimpft wer­den kön­nen und einen ent­spre­chen­den Nach­weis vor­le­gen, sind von den Rege­lun­gen aus­ge­nom­men. Die betrof­fe­nen Per­so­nen müs­sen der Lei­tung der jewei­li­gen Ein­rich­tung vor dem tat­säch­li­chen Beginn ihrer Betreu­ung oder ihrer Tätig­keit fol­gen­den Nach­weis vorlegen:

  • einen Impf­aus­weis oder ein ärzt­li­ches Zeug­nis, auch in Form einer Anla­ge zum Unter­su­chungs­heft für Kin­der, dar­über, dass bei ihnen ein Impf­schutz gegen Masern besteht
  • Kin­der ab einem Jahr müs­sen eine Masern­schutz­imp­fung, Kin­der ab 2 Jah­ren sowie Erwach­se­ne 2 Masern­imp­fun­gen nachweisen
  • ein ärzt­li­ches Zeug­nis dar­über, dass bei ihnen eine Immu­ni­tät gegen Masern vor­liegt (auf­grund einer Titer­be­stim­mung) oder:
  • sie auf­grund einer medi­zi­ni­schen Kon­tra­in­di­ka­ti­on nicht geimpft wer­den kön­nen oder:
  • eine Bestä­ti­gung einer staat­li­chen Stel­le oder der Lei­tung einer ande­ren vom Gesetz betrof­fe­nen Ein­rich­tung dar­über, dass ein Nach­weis bereits vor­ge­le­gen hat…“